26. Mai 2026
40 Jahre Freundschaft. 40 Jahre Städtepartnerschaft Hamburg-Shanghai. Mehr als 40 Jahre deutsch-chinesische Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen. Diese Erfolgsgeschichte basiert auf vielen Pfeilern, auf der Zusammenarbeit zwischen Menschen beider Länder. Freundschaften entstanden, die über Jahrzehnte andauern. Professor Yin Jia und sein Team zeigen dies in der Ausstellung „Witnessing Friendship - Witnessing Development“ am Shanghai Jiguang Polytechnic College.
1986 – Ein Land, eine Welt im Aufbruch. Damals hatten wir erste Kontakte mit Shanghai, mit der Tongji-Universität und mit Yin Jia. Diese intensivierten sich ab 1988 während meines Studiums und des Studienaufenthalts von Ulf Ludzuweit an der Tongji. Eine Freundesgruppe bildete sich, unter anderem mit Fang Tian, der späteren Ehefrau von Yin Jia. Fang Tian wurde eine führende Architektin Chinas. Sie war unter anderem Chefarchitektin des futuristischen neuen Shanghaier Hauptbahnhofs.
Doch lassen Sie sich diese Geschichte von der reich bebilderten Ausstellung erzählen.
Zur Ausstellungseröffnung am 21 Mai durfte ich zwei Referate halten:
- „40 Years Shanghai-Hamburg. The story of a Eurasian artistic friendship”;
- “China's automotive industry. The end of the Western industrial model”.
Beide Referate ergänzen sich und lieferten auch Hintergründe zu der anschließend eröffnete Ausstellung. Die menschliche Zusammenarbeit, Vertrauen, gegenseitiges Verständnis und Freundschaft sind Erfolgskriterien für die wirtschaftliche, technologische und kulturelle Entwicklung. Diese sollte für die nächsten Jahren weiter und noch intensiver gepflegt werden. Die Welt, die Menschheit steht vor enormen Herausförderungen. Dies erfordert noch mehr und noch intensivere Zusammenarbeit zwischen Europa und China.
Kooperationen mit Hochschulen, wie dem Shanghai Jiguang Polytechnic College, bieten sich dafür an. Die Zusammenarbeit von Hamburger Fachhochschulen mit chinesischen Partnern sind äußerst erfolgreich. Dies liegt daran, dass dies keine theoretischen Konstrukte sind, sondern sie sich an der Praxis orientieren. Hochschulabsolventen, die beide Länder durch ihr Studium kennen und dabei praktische Kenntnis erwarben, sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Zudem bildet das Shanghai Jiguang Polytechnic College auch hochqualifizierte Fachkräfte beispielsweise für Pflegeberufe aus, die dringend gebraucht werden. Für solche am praktischen Bedarf ausgerichteten Kooperationen könnten die zur Städtepartnerschaft geplanten Delegationsbesuche eine entscheidende Grundlage geben.
Kulturelle und wissenschaftliche Kooperationen sind auch die Basis für erfolgreiche Geschäfte. Wie dies auch in Hamburg genutzt werden kann, zeigen wir zeitgleich in Hamburg-Oberbillwerder in der Ausstellung "Landport Hamburg / silkrail. Sino-German Bridge for Logistics, Trade and Cooperation". Auch in der Hamburger Ausstellung ist einiges aus der 40-jährigen persönlichen Freundschaft zu sehen. Shanghai- Hamburg. Zwei Ausstellungen, welche einen kleinen Beitrag liefern möchten Eurasien zu einen. Europa und China ist eigentlich ein Kontinent, der nicht nur über tausende Zuglinien über Land verbunden ist.
Fotos: Georg Hassa, Yin Jia, Thomas Kiefer
ASIA MEDIA SERVICE, Dr. Thomas Kiefer
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