Hebei – 河北

Von Schwerindustrie und Landwirtschaft zu Hightech und grüner Produktion

Die Wirtschaft der nordchinesischen Provinz Hebei basiert traditionell auf der Schwerindustrie und der Landwirtschaft, wandelt sich jedoch zunehmend durch staatlich geförderte Diversifizierung und den Aufbau von Hightech-Branchen. Die noch vor wenigen Jahren mit drastischer Umweltverschmutzung kämpfende Provinz baut die Wirtschaft hin zur grünen Produktion um.

Hebei umschließt die Metropolen Peking und Tianjin und bildet mit ihnen die strategisch wichtige Megaregion Jing-Jin-Ji. Im nationalen Vergleich rangiert sie jedoch beim Pro-Kopf-Einkommen und den Entwicklungsindikatoren relativ niedrig. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Hebeis betrug im Jahr 2023 rund 4,931 Billionen Yuan (etwa 690 Milliarden US-Dollar), womit die Provinz den 13. Platz unter Chinas Provinzen belegte**. Das** Pro-Kopf-BIP der Provinz lag bei rund 66.936 Yuan (etwa 9.371 US-Dollar), womit sie landesweit den 26. Platz erreichte. Mit dem Ausbau der Metropolregion Jing-Jin-Ji, die mit über 110 Millionen Einwohnern eines der größten Zentren der Welt ist, bekommt Hebei einen Entwicklungsschub.

Die Wirtschaft der Provinz Hebei setzte sich hinsichtlich ihrer Struktur aus einem Primärsektor (Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft) mit einem Beitrag von 446,6 Milliarden Yuan, einem Sekundärsektor (verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe) mit einem Beitrag von 1,397 Billionen Yuan und einem Tertiärsektor (Dienstleistungen) mit einem Beitrag von 2,551 Billionen Yuan zusammen. Die registrierte städtische Arbeitslosenquote liegt etwa bei 3 Prozent.

Die Wirtschaft Hebeis hat eine starke industrielle Basis, wobei Bergbau und Schwerindustrie eine zentrale Rolle spielen. Die Provinz ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Kohle- und Eisenerzabbau sowie die Stahlproduktion. Weitere wichtige Industriezweige sind die Erdölraffinerie, die chemische Industrie, die Keramikherstellung, die Energieerzeugung, die Lebensmittelverarbeitung und die Textilindustrie. Hebei verfügt über bedeutende Bodenschätze, die das Rückgrat seiner industriellen Entwicklung bilden.

Das Kohlebergwerk Kailuan in Tangshan ist eines der ältesten und historisch bedeutendsten modernen Bergwerke Chinas. Es ist bis heute in Betrieb und fördert jährlich über 20 Millionen Tonnen Kohle. Neben Kohle ist die Provinz reich an Eisenerz. Bedeutende Vorkommen befinden sich in Handan und Qian’an, die beide Rohstoffe für nahe gelegene Stahlwerke liefern. Hebei beherbergt außerdem einen Teil des nordchinesischen Ölfelds, eines der größten Binnenölfelder Chinas, das die Erdöl- und petrochemische Industrie der Provinz versorgt.

Trotz seiner industriellen Stärke verfügt Hebei weiterhin über eine bedeutende landwirtschaftliche Basis. Etwa 40 Prozent der Erwerbstätigen sind in Land-, Forst- und Viehwirtschaft beschäftigt. Ein Großteil der landwirtschaftlichen Produktion Hebeis beliefert die benachbarten Städte Peking und Tianjin. Zu den wichtigsten Anbauprodukten zählen Weizen, Mais, Hirse und Sorghum, daneben werden auch Exportfrüchte wie Baumwolle, Erdnüsse, Sojabohnen und Sesam angebaut.

Doch der Umbau der Wirtschaft in Richtung grüner Industrie verläuft zügig. Industriebetriebe in den großen Städte wurden geschlossen, und moderne, möglichst umweltfreundliche Fabriken werden in Hightech-Parks angesiedelt. Die Provinz verzeichnet ein starkes Wachstum in der Hightech-Produktion und bei digitalen Dienstleistungen. Gefördert werden vor allem die Elektronik-, Pharma- und IT-Industrie.

Wirtschafts- und Technologieentwicklungszonen

– Baoding High-Tech-Industrieentwicklungszone
– Exportverarbeitungszone Langfang
– Wirtschaftsentwicklungszone Qinhuangdao
– Exportverarbeitungszone Qinhuangdao
– Hi-Tech-Industrieentwicklungszone Shijiazhuang
– Xiong’an New Area

Links

Provinzregierung Hebei

Hebei Wikipedia


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Foto: © Georg Hassa