Produzenten aus China dominieren die IAA Transportation 2026. Elektrische Nutzfahrzeuge: 90 Prozent des weltweiten Absatzes in China; Deutschland 1,4 Prozent

IAA TRANSPORTATION 2026 Hannover, 15.–20. September — Die globale Leitmesse für Transport und Logistik

China greift mit elektrischen Nutzfahrzeugen an. Das Land überschwemmt unsere Märkte mit hoch subventionieren Elektrofahrzeugen. Solche und ähnliche Schlagzeilen sind nicht nur unsinnig, da sie technologische, ökologische, wirtschaftliche und industriepolitische Fragen nicht in ihrem Zusammenhang betrachten. Sie verhindern politische Konzepte, mit denen Europa in diesem globalen Technologiewettkampf mithalten kann.

Industrial Accelerator Act (IAA)

Die IAA gibt es doppelt. Das ist nur ein Wortspiel, da das eine die IAA-Messe, das andere eine IAA-EU-Gesetzesinitiative ist. Doch der EU-Industrial Accelerator Act (IAA), der wenige Tage vor der Messe wieder für Schlagzeilen sorgte, könnte zukünftig eine entscheidende Grundlage bei der Entwicklung der globalen Autobranche legen. Zu befürchten ist, dass durch diese und andere EU-Initiativen unsere Industrie endgültig den Anschluss an die zukünftigen technologischen und weltwirtschaftlichen Entwicklungen verpasst.

Der IAA ist ein am 4. März 2026 von der EU-Kommission vorgelegter Gesetzesvorschlag, der die europäische Industrie unabhängiger und wettbewerbsfähiger machen soll. Der Plan konzentriert sich auf Schlüsselbereiche wie Stahl, Zement, Aluminium, die Automobilindustrie und Netto-null-Technologien (klimafreundliche Technologien). Obwohl China im Gesetzentwurf nicht namentlich genannt wird, gilt das Land als Hauptziel des IAA und der damit verknüpften Beschränkungen des öffentlichen Beschaffungswesens. Mindestens 30 Prozent der Bewertung müssen auf qualitative Kriterien entfallen.

Nun könnten jedoch Nutzfahrzeuge aus China qualitativ nicht europäischen Marken nachstehen und zum Teil ökologisch produziert sein. Doch wie auch bei anderen Beschränkungen der EU und noch mehr der USA definiert der Westen die Eckpunkte allein, und der Ausgangspunkt ist gesetzt: Handelsbeschränkungen, Behinderung des freien Welthandels.
Die EU -Politik ist damit eher eine Abwehrpolitik nach dem Muster „Trump Light“ und löst keinesfalls die Zukunftsprobleme der Branche und würde uns im globalen Wettbewerb zurückwerfen. Es ist zu hoffen, dass die EU mit Vertretern der EU auf dem „China Tag“ der IAA Transportation dafür gemeinsame Wege auslotet. Das gewaltige Handelsdefizit der EU, das als Grund für diese Abwehrpolitik genannt wird, ist ein Problem, das sich jedoch am besten im Dialog mit China lösen lässt. Und den technologischen Sachverstand könnten sich Politiker leicht bei den Technologieführern der IAA Transportation holen. Dabei würden sie auch sehen, dass die europäische Autoindustrie eng mit der chinesischen verflochten ist.
In diesem Beitrag wird auf die Frage, welche im Hintergrund schwelt, weniger eingegangen. Es geht hier um die großen Anbieter aus China, ihre Technologien und ihre Unternehmensphilosophien.

Das chinesische Hauptgericht sind intelligente, autonom fahrende Fahrzeuge

Dabei ist die Elektrooffensive erst die Vorspeise, so chinesische Fachmedien. Das Hauptgericht wird als intelligente, autonom fahrende Fahrzeuge geliefert. In Hannover sind fast alle großen chinesischen Nutzfahrzeugproduzenten vertreten und präsentieren diese Menüs. Zudem sind große chinesische Batteriekonzerne und weit über 450 chinesische Zulieferunternehmen in Hannover vertreten. Dort kann man an einem Messetag mehr über Chinas Nutzfahrzeugindustrie erfahren, als bei einer langen Chinareise. Wobei ein Tag sicherlich nicht ausreicht um alle Highlights aus China zu erkunden.

Wie Chinas Automobilproduktion funktioniert und warum das Modell nicht kopiert werden kann

China-Tag am 16. September

Viele Spitzenmanager, aber auch Führungskräfte von Batteriekonzernen oder von Daimler Truck China sind auf dem China Tag am 16. September versammelt. Dort geht es um aktuelle Markttrends in China, Zukunftsperspektiven für Nutzfahrzeuge und Chancen der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit.

Als traditionelles Highlight des IAA-Programms wird der IAA China Day gemeinsam vom Verband der Automobilindustrie (VDA) und dem China Council for the Promotion of International Trade, Automotive Sub-Council (CCPIT Auto), organisiert. Das Forum bringt hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der chinesischen und deutschen Automobilindustrie, wissenschaftlicher Einrichtungen sowie staatlicher Institutionen zusammen, um aktuelle Markttrends und zukünftige Entwicklungen zu diskutieren und die vielfältigen Perspektiven der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der Nutzfahrzeugindustrie auszuloten.

Der IAA China Day dient sowohl als Plattform für Dialog und Austausch zwischen der chinesischen und deutschen Nutzfahrzeugindustrie als auch als Brücke zur Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit. Die diesjährige Veranstaltung konzentriert sich auf die zentralen Themen Transport, Logistik und Personenmobilität. Ziel ist es, innovative Kooperationsmodelle zwischen der chinesischen und deutschen Nutzfahrzeug- und Logistikindustrie zu fördern, die Zusammenarbeit im Bereich neuer Energien und intelligenter Technologien auszubauen, so die Veranstalter.

90 Prozent des weltweiten Absatzes an E-Nutzfahrzeugen in China

Chinas Industriepolitik und die Unternehmen aus China hatten in erster Line nicht den globalen Markt im Blickfeld, sondern konzentrierten ich zunächst auf den riesigen chinesischen Markt. Durch die staatliche Industriepolitik waren die Produzenten gezwungen, auf Hightech und grüne Fertigung sowie weniger umweltschädliche Antriebe zu setzen. Eine Vielzahl von Playern führte im marktwirtschaftlichen Wettbewerb zudem zu äußert günstigen Produktionskosten. Dies können jetzt die Anbieter weltweit ausspielen.

Der Erfolg dieser Industriepolitik zeigen die Daten. Der weltweite Absatz von elektrisch angetriebenen Lkw und Bussen hat 2025 erstmals die Marke von einer halben Million Fahrzeugen überschritten. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Verkäufe um 86 Prozent, meldete die ICCT. Treiber des Wachstums war China, auf das knapp 90 Prozent des weltweiten Absatzes entfielen.

Dabei ist die Nutzfahrzeugbranche nur Teil des integrierten grünen Industrieplans, in der nicht nur die Fahrzeuge, Batterien, Energieerzeugung und Produktion erfasst sind. Europäische Firmen, aber auch die Politik kann davon lernen. Schließlich geht es nicht nur um China und Europa, sondern um die weltweiten Zukunftsmärkte, wo chinesische E-Lkw´s enorme Wachstumstraten verzeichnen. Letztendlich geht es auch um die ökologische Zukunft unserer Welt.

Besonders deutlich ist der Vorsprung bei Lastwagen. In China haben sich die Verkäufe elektrischer mittelschwerer und schwerer Lkw innerhalb von zwei Jahren auf rund 400.000 Einheiten mehr als verfünffacht. Bei schweren Lkw erreichten batterieelektrische Modelle bereits einen Marktanteil von knapp 30 Prozent. Als Gründe nennt das ICCT unter anderem sinkende Batteriekosten, politische Unterstützung und Kostenvorteile beim Betrieb. Auch die Lade-Infrastruktur wurde zügig ausgebaut.

E-Lkw und E-Busse: 90 Prozent des weltweiten Absatz in China. EU braucht weniger Abschottung und mehr internationale Kooperation

Grundzüge der chinesischen Nutzfahrzeug-Branche

„Beim Pkw hat China Europas Hersteller überrascht. Jetzt folgt der nächste Angriff: Chinesische E-Lkw sind günstiger und technisch auf Augenhöhe,“ so Philipp Raasch Herausgeber des Newsletter „Der Autopreneur“.

„Beim Pkw ist China der Disruptor. In wenigen Jahren haben die Chinesen eine eigene Autoindustrie hochgezogen. Sie haben die etablierten Akteur bei Kosten und Technologie überholt und drängen jetzt auf den Weltmarkt. Beim Lkw läuft derselbe Plan. Schauen wir zuerst auf den chinesischen Lkw-Markt: 29 Prozent der neuen schweren Lkw in China fahren elektrisch oder als Plug-in-Hybrid (die meisten rein elektrisch). Im Dezember 2025 waren es sogar 53,9 Prozent, kurz vor dem Auslaufen einer Förderung.

Über 400.000 E-Lkw hat China 2025 verkauft, über alle Größenklassen. Über 90 Prozent des weltweiten Volumens. Auf der Straße sieht man davon aber noch wenig: Erst rund vier Prozent aller Lkw in China fahren elektrisch. Der Umstieg beginnt gerade erst. Bis 2030 sollen 40 Prozent der neuen schweren Lkw elektrisch fahren. So steht es in Chinas aktuellem Plan,“ so Rasch.

Batterien machen China beim E-Lkw überlegen

„Der Treiber dahinter ist die Batterie. Das ist der größte Kostenblock im E-Lkw und die beherrscht kein Land so wie China. Rund 80 Prozent der weltweiten Batterie-Lieferkette liegen in chinesischer Hand. Das sieht man am Preis: Ein chinesischer E-Lkw liegt rund 30 Prozent unter einem vergleichbaren europäischen Modell. Bei einem Schnitt von rund 320.000 Euro sind das gut 100.000 Euro weniger,“ rechnet Rasch vor.

Subventionen können nicht der Hauptgrund für Chinas Vorsprung sein. Rechnet man die hunderte Millionen Euro, die beispielsweise in die noch nicht in Betreib gegangene Batteriefabrik in Heide versickerten dazu, dürften diese Subventionen in Europa um das vielfache höher als in China liegen. Daraus kann gelernt werden. Diese Fabrik wäre sicherlich ohne astronomische Subventionen in einem Joint-Venture mit einem asiatischen Hersteller schon längst in Betrieb. Zudem hätten wir einen Technologietransfer zum Nulltarif. Bei Nutzfahrzeugen zeichnen sich diese Strukturen bereits ab.

Industriepolitik und Marktwirtschaft für günstige grüne Batterietechnologie
Europäische Elektroauto-Strategie und Europas Umweltpolitik drohen zu scheitern

Chinesische Infrastruktur in Europa

„Wie das abläuft, sehen wir beim Bus. Technisch ist das fast ein Lkw und chinesische E-Busse fahren seit über zehn Jahren durch Europa, auch in deutschen Städten. Überrollt haben sie den Markt aber noch nicht. Der nächste Schritt läuft schon. Die Chinesen weiten in Europa ihre Infrastruktur aus. So erweitert BYD sein Nutzfahrzeug-Werk in Ungarn massiv. Im ehemaligen MAN-Werk in Steyr montiert Steyr Automotive heute Lkw für chinesische Hersteller. Einer davon sieht einem MAN zum Verwechseln ähnlich. Das ist natürlich absichtlich. Zölle umgehen sie damit übrigens nicht. Die EU-Strafzölle auf chinesische E-Autos gelten nur für Pkw. Auf Lkw fällt nur der normale Einfuhrzoll von rund zehn Prozent an.

Warum also bauen sie hier, wenn sie gar nicht müssten? Weil sie genau das aufbauen, was man nicht exportieren kann: Vertrauen. Das Servicenetz, die Nähe zum Kunden. Jemand, der da ist, wenn der Truck steht. Beim Pkw haben sie gelernt: Der beste Preis bringt nichts, solange dir der Kunde nicht vertraut. Beim Lkw drehen sie es deshalb um. Erst das Vertrauen, dann die Stückzahl. Das sieht man anhand zwei Zahlen.

Verkauft haben die Chinesen in Europa bisher fast nichts: Steyr montiert rund 800 Lkw im Jahr, MAN baut über 60.000. Das Service-Netz ist trotzdem schon da: Über Partnerschaften kommen sie auf rund 700 Servicepunkte. Daimler Truck hat rund 3.000. Und wenn es schneller gehen soll, kaufen sie sich das Vertrauen vielleicht einfach dazu. Beim Pkw lief es genauso: Geely hat sich Volvo Cars geholt, SAIC die Marke MG.

Beim Lkw passiert gerade dasselbe wie beim Pkw. Nur schneller. Wahrscheinlich sogar viel schneller. Noch merkt man davon wenig. aber das ist wohl nur die Ruhe vor dem Sturm. Beim Pkw war die Marke ein Schutzschild. Selbst als die Chinesen technologisch überlegene und günstigere Produkte hatten, sind die Kunden bei den etablierten Herstellern geblieben. Der Grund war die Marke. Der Status. Die Gewohnheit. Das Vertrauen.

Dieser Schutzschild hat den Herstellern Zeit verschafft, um bei Preis und Technologie aufzuholen. Beim Lkw gibt es diesen Schutzschild nicht. Hier entscheidet nur die Rechnung. Wer das bessere Angebot macht, bekommt den Auftrag und zwar sofort. Deshalb ist der Lkw-Markt wahrscheinlich viel angreifbarer als der Pkw-Markt,“ erklärt Rasch.

„Beim Pkw hat uns China überrascht. Beim Lkw wissen wir genau, wie es läuft. Über den Preis. Über lokale Produktion. Über gekauftes Vertrauen. Wir wissen, wo unser Vorsprung liegt. Beim Vertrauen. Das Servicenetz, die Nähe zum Kunden, die zehn Jahre Verlässlichkeit. Genau das, was China erst nachbauen oder kaufen muss.

Ein chinesischer Truck muss erst beweisen, dass er nach zehn Jahren noch was wert ist. Solange der Restwert unklar ist, bleibt er in der TCO-Rechnung ein Risiko. Das verschafft uns einen Vorsprung. Allerdings nur auf Zeit. Beim Pkw hatten wir den auch schon mal und haben ihn nicht optimal genutzt. Diesmal wissen wir es besser. Beim Auto lief der Film schon mal. Jetzt läuft er wieder. Nur kennen wir das Ede und können uns vorbereiten,“ so Rasch.

Globaler und technologischer Branchenumbruch in den nächsten fünf Jahren

„Für die Zukunft der europäischen Lkw-Hersteller sind die kommenden fünf Jahre bedeutender als die vorangegangenen zwei Jahrzehnte“, sagt Matthias Kässer, Partner beim internationalen Beratungshaus McKinsey und Leiter des Münchner Büros. Zu dieser Einschätzung kommt der Marktexperte auf Basis einer aktuell durchgeführten Käuferbefragung. Knapp die Hälfte der 2035 verkauften neuen Lkw sollen dann bereits emissionsfrei sein.

Rund 70 Prozent der Käufer würden laut einer aktuellen Befragung des Beratungshauses McKinsey Lkw aus Asien bei spürbaren Kostenvorteilen anschaffen. Wettbewerbschancen sehen die Marktexperten in der raschen Entwicklung autonomer Fahrzeuge.

Elektroautos zeigen Neuausrichtung der Weltwirtschaft

Chinesische Anbieter leistungsfähiger, grüner und kostengünstiger

Die Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) veröffentlichte kurz vor Beginn der IAA eine Studie.: Neue Wettbewerber aus China und den USA könnten demnach bis 2030 ein Viertel des europäischen E-Lkw-Marktes übernehmen. China punktet mit besseren und CO2 neuralen kostengünstigen Fahrzeugen. Die Organisation fordert die Bundesregierung auf, sich in Brüssel für scharfe CO2-Flottengrenzwerte einzusetzen, um im Wettbewerb mithalten zu können.

Ein chinesischer E-Lkw kann nach den Daten von T&E bei den Gesamtbetriebskosten bis zu 12 Prozent günstiger sein als ein vergleichbares europäisches Modell. Über fünf Jahre Nutzungsdauer ergibt das eine Ersparnis von bis zu 43.000 Euro.

2025 waren 5,6 Prozent aller neu verkauften Lkw in der EU emissionsfrei, doppelt so viele wie im Jahr davor. In Deutschland lag der Anteil bei 7,1 Prozent, ein Plus von über 60 Prozent gegenüber 2024. Damit führt Deutschland unter den fünf größten europäischen Märkten, vor Frankreich, Spanien, Italien und Polen. T&E führt den Zuwachs auf zwei Faktoren zurück: die seit Juli 2025 geltenden CO2-Flottengrenzwerte für Lkw und sinkende Batteriepreise. Der Verband ACEA zeichnet für das erste Halbjahr 2026 ein nüchterneres Bild. In der EU waren 92,1 Prozent der neu zugelassenen Lkw Diesel, nur 4,8 Prozent elektrisch. Bei schweren Lkw über 16 Tonnen lag der Elektro-Anteil sogar bei nur rund 2,4 Prozent.

Dabei geht es für europäische Konzerne jedoch noch mehr um den Weltmarkt, um den Absatz in Schwellenländern mit hohen Wachstumsraten. Verkaufszahlen aus Afrika belegten die Verkaufschancen der chinesischen Anbieter in einem kostensensitiven Umfeld. Kaufentscheidungen seien dort noch mehr als in Europa vom Preis sowie den Betriebskosten abhängig. Zwischen 2020 und 2025 konnten Lkw-Hersteller aus China dort ihren Marktanteil laut dem Beratungsunternehmen McKinsey um 92 Prozent auf die Hälfte aller Verkäufe ausbauen. Europäische Anbieter haben demnach im selben Zeitraum dagegen 44 Prozent ihrer Umsätze verloren auf einen Marktanteil von nur noch 16 Prozent.
Chinesische Produzenten drängen ins Rampenlicht

Die Zeiten haben sich geändert und China, immerhin von der Einwohnerzahl mehr als dreimal so groß wie die EU, hat technologisch und bei den Produktionskosten zum Teil überholt. Dirigiert wird dieser marktwirtschaftliche Prozess durch eine langfristig angelegten Industriepolitik. Nicht China überrollt den Weltmarkt mit kostengünstigen smarten Elektrofahrzeugen. Es sind sehr unterschiedliche, teils staatliche, teils private Autokonzerne, die eigentlich das gleiche machen wie ihre europäische Konkurrenten: sie möchten durch gute Produkte langfristig Gewinne erzielen. In Hannover ist diese unterschiedliche Struktur chinesischer Produzenten deutlich zu sehen. Manche sind eher Startups oder verstehen sich als Technologiekonzerne. Eines dürfte auf alle zutreffen. Sie lernen schnell und wissen, dass nicht nur Technik und Preis zählen. Es gilt Vertrauen aufzubauen, bei den Speditionen und bei den Fahrern.

BAIC – Beiqi Foton Motor – „EASY MOVE“

Halle 21, Stand B02

Beiqi Foton Motor

Beijing Automotive Industry Holding Co. – BAIC

Beiqi Foton Motor hat über ihre Muttergesellschaft Zugriff auf umfassende Ressourcen und Technologien. Die Beijing Automotive Group Co., Ltd. (BAIC) mit Hauptsitz im Pekinger Stadtteil Shunyi wurde 1958 gegründet und gehört zu den großen staatlichen chinesischen Autokonzernen. Mehrheitseigner ist die Stadtregierung der chinesischen Hauptstadt, der Konzern ist also kein zentralstaatliches Staatsunternehmen.

BAIC ist auch an anderen Autokonzernen beteiligt und andere Konzerne an BAIC oder deren Tochterfirmen. Die BAIC Group hält fast 10 Prozent der Anteile an der Daimler AG, während Mercedes-Benz Group wiederum mit über 30 Prozent an der Tochtergesellschaft BAIC Motor beteiligt ist.

Das Unternehmen produziert und vertreibt Fahrzeuge unter eigenen Marken wie Arcfox, Beijing Foton Motor und Ruili Doda sowie unter ausländischen Marken in Joint Ventures wie Beijing-Benz und Beijing-Hyundai. Joint Ventures und Kooperationen bestehen auch mit Zulieferern oder mit chinesischen Konzernen wie dem Batterieriesen CATL, BAIC produziert außerdem Elektrofahrzeuge unter einigen der zuvor genannten Marken, darunter auch unter der reinen Elektrofahrzeugmarke Arcfox.

Beiqi Foton Motor, einer der größten chinesischen Hersteller von Nutzfahrzeugen, wurde am 28. August 1996 in Peking gegründet. Das Unternehmen r konzentriert sich vor allem auf den Nutzfahrzeugmarkt (Lkw, Busse, Transporter und Pick-ups), baut aber auch Baumaschinen und vereinzelt SUVs. 

Foton ist stark international aufgestellt, liefert in über 130 Länder und vertreibt Fahrzeuge zunehmend auch mit alternativen Antrieben (Elektro-, Hybrid- und Wasserstoff-Lkw/-Busse).

Auf der IAA Transportation zeigt Foton eine groß angelegte Mehrmarken-Offensive für den europäischen Markt:

– Cavan Beacon (Weltpremiere): Das technologische Aushängeschild des Messeauftritts ist die internationale Premiere dieses schweren, rein elektrischen Fernverkehr-Lkw. Er verbindet laut Hersteller aerodynamisches Design (cw-Wert von 0,28) mit hochentwickelter „Raumfahrt-Technologie“ für maximale Effizienz auf der Langstrecke. Der intelligente schwere Lkw ist als Plattform für unterschiedliche emissionsarme beziehungsweise lokal emissionsfreie Antriebskonzepte ausgelegt und soll sowohl mit batterieelektrischem Antrieb als auch mit Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie angeboten werden.

– Leichte Stadtlieferwagen und Kommunal-Chassis: Neben dem schweren Lkw fächert Foton das Portfolio für leichtere Logistikeinsätze in Städten breit auf, um direkt mit europäischen Modellen zu konkurrieren.

– Spezial- und Logistikfahrzeuge: Gezeigt werden auch E-Fahrzeuge in Kooperation mit deutschen Vertriebspartnern wie der Brock Kehrtechnik.

Insgesamt präsentiert FOTON in Hannover sieben Fahrzeuge mit neuen Antriebstechnologien sowie sechs selbst entwickelte Kernkomponenten. Die ausgestellten Lösungen richten sich an unterschiedliche Einsatzbereiche des europäischen Güter- und Wirtschaftsverkehrs.

„Angetrieben von der weltweiten Trendwelle zur CO₂-Reduzierung hat sich Europa mit seinen strengen Zulassungsvorschriften und seiner gut ausgebauten Logistik zu einem wichtigen Testfeld für Nutzfahrzeuge mit neuen Antriebstechnologien weltweit entwickelt. Im Rahmen seiner Internationalisierungsstrategie geht Foton über den reinen Export einzelner Produkte hinaus und bietet umfassende, lokal angepasste Lösungen, die Produkte, Technologie, Lieferkette und Kundendienst umfassen,“ kündigt Foton seinen Messeauftritt zur IAA Hannover an. Auf der IAA Transportation wird Foton die weltweite Auslieferung seines 13-millionsten Fahrzeugs zu feiern.

Dort betreibt Foton einen über 1.000 Quadratmeter großen Messestand unter dem Motto „EASY MOVE“. Das Unternehmen präsentiert sieben komplette Fahrzeuge und sechs selbst entwickelte Kernkomponenten, die speziell auf die gängigen europäischen Transportszenarien zugeschnitten sind – von der Fernlogistik über die städtische Abfallentsorgung und Stadtzustellung bis hin zum öffentlichen Personennahverkehr. Die Exponate umfassen mehrere Modelle mit neuen Antriebstechnologien sowie selbst entwickelte Hochleistungsbatterien, E-Achsen, elektronische Steuerungen und Megawatt-Ladestationen, die die Stärke von Foton in der unabhängigen Forschung und Entwicklung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg demonstrieren.

Foton verfolgt einen Ansatz, der über den reinen Export von Fahrzeugen hinausgeht. Neben der Einführung neuer Modelle baut das Unternehmen lokale Vertriebs- und Servicestrukturen auf und investiert in Fertigung, Lieferketten und Ersatzteilversorgung.

Die mit WVTA- und VECTO-Zertifizierungen ausgestatteten Produkte mit neuen Antriebstechnologien von Foton gewinnen in den europäischen Ländern zunehmend an Boden, so Foton. Das europäische regionale Ersatzteilvertriebszentrum in Unna, Deutschland, hat offiziell den Betrieb aufgenommen, um die Effizienz des lokalen Kundendienstes zu steigern. Unterstützt durch 32 lokalisierte Werke im Ausland, mehr als 1.200 Verkaufsstellen und über 1.500 Servicepunkte hat Foton ein geschlossenes Service-System für Fahrzeugauslieferung, Ersatzteilversorgung und Wartung aufgebaut. Von Januar bis August 2026 erreichte das Exportvolumen von Foton 149.000 Einheiten, was einem Anstieg von 44,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Foton möchte in Hannover eine neue Strategie für den europäischen Markt vorstellen, die die Weiterentwicklung von Produkten im Bereich der neuen Energien, lokalisierte Geschäftsabläufe und den Aufbau eines Service-Ökosystems umfasst. Diese ist verbunden mit einem starken Engagement für die CO₂-arme Transformation von Nutzfahrzeugen in Europa und die Bereitstellung von Transportlösungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Europa spielt für FOTON eine zentrale Rolle bei der internationalen Expansion. Hintergrund sind die hohen Anforderungen an Emissionsreduzierung, Sicherheit und Effizienz sowie die Bedeutung des Kontinents für den weltweiten Nutzfahrzeugmarkt. Mehrere batterieelektrische Transporter und leichte Lkw des Herstellers verfügen bereits über die erforderlichen Zulassungen für den europäischen Markt. Auch die Anforderungen europäischer CO₂- und Verbrauchsvorgaben werden erfüllt.

Beijing Foton Daimler Automotive Co. Ltd. (BFDA) 

Beijing Benz Automotive. „In China for China“

Daimler steckt bei de Thema China, wie ach andere europäische Konzerne, in einer Zwickmühle. Einerseits produziert und verkauft Daimler in China immer noch viele Fahrzeuge. Zunehmend wird aus China auch Technologie genutzt, die dem Konzern auch bei international nutzt. Zudem gibt es Kapitalbeteiligungen kreuz und quer. Anderseits sind die Anbieter aus China zunehmend eine Konkurrenz, mit der es zunehmend schwieriger wird mitzuhalten. Nicht nur in China, sondern auch auf dem Heimatsmarkt und weltweit.

Daimler produziert in China mit BAIC im Joint Venture Beijing Benz Automotive Co., Ltd. (BBAC) Personenkraftwagen und mit Foton im Joint Venture Beijing Foton Daimler Automotive (BFDA) schwere Lkw (wie den Mercedes-Benz Actros und Actros C sowie die Marke Auman). Diese Fahrzeuge sind nach dem Motto „In China für China“ für den heimischen chinesischen Markt bestimmt.

Daimler Truck importiert weiterhin spezielle Mercedes-Benz-Fahrgestelle (etwa für Feuerwehrfahrzeuge, Betonpumpen oder Wohnmobile) nach China, da diese Spezialanwendungen nicht vor Ort gefertigt werden. Doch hier gibt es zunehmend Konkurrenz durch chinesische Anbieter. Die eigentliche Herausforderung für Daimler dürften jedoch die Wachstumsmärkte der Schwellenländer sein.

Dongfeng Motor Corporation  – „Hydrogen Core“

Halle 12, Stand C20

Dongfeng Motor Corporation

Die Dongfeng Motor Corporation ist einer der größten staatlichen Automobilhersteller in China mit Hauptsitz in Wuhan. Das Unternehmen wurde 1969 gegründet und gehört zu den „Big Four“ der chinesischen Automobilindustrie. Dongfeng ist sowohl im Pkw- als auch im Nutzfahrzeugbereich aktiv und stark durch internationale Joint Ventures (u. a. mit Honda und Nissan) sowie durch eine wachsende Flotte eigener Marken für Elektrofahrzeuge (wie Voyah und Mhero) geprägt. In Deutschland und Europa ist der Konzern vor allem durch das Joint Venture DFSK (Dongfeng Sokon) bekannt.

Der Konzern produziert günstige, robuste Kleintransporter, Minivans und Pritschenwagen (z. B. DFSK C31, C32, C35). Neben klassischen Benzinmotoren setzt die Marke stark auf elektrische Varianten wie den DFSK EC35 oder die neueren, Modelle V5 und V7.

International und auf der IAA Transportation positioniert sich Dongfeng verstärkt mit schweren Nutzfahrzeugen: Die schweren Lkw-Baureihen (wie z. B. die Chenglong-Serie) decken Kipper, Sattelzugmaschinen und Spezialfahrzeuge ab.
Dongfeng treibt intensiv alternative Antriebe voran, darunter schwere Lkw mit hochmodernen Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen („Hydrogen Core“) für Gesamtzuggewichte von bis zu 49 Tonnen.

Die in Hannover ausgestellten Fahrzeuge von Dongfeng Motor konzentrieren sich auf den Bereich der Wasserstoffenergie. Gezeigt werden unter anderem drei wasserstoffbetriebene Lkw und drei Brennstoffzellenfahrzeuge für verschiedene Anwendungsbereiche wie Fern-, Nah- und Stadtverkehr.

Die neue Energieplattform T1 für Nutzfahrzeuge basiert auf sechs Kernmodulen: Brennstoffzellen, Wasserstoffspeicher, Antriebsbatterien, zentrale Steuerung, integriertes Thermomanagement und elektrischer Antrieb. Sie bildet die Grundlage für eine Roadmap für verschiedene Energietechnologien.

Die beeindruckenden Fahrzeuge sind nicht das Resultat einer einzelnen Anstrengung. Fundierte Fertigungserfahrung und kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung bilden das Fundament für Dongfeng Motors internationale Expansion im Bereich Wasserstofftechnologie. Mit 57 Jahren Erfahrung in der Nutzfahrzeugherstellung und fast 30 Jahren Forschung im Bereich Wasserstofftechnologie verfügt Dongfeng Motor über ein großes, spezialisiertes Forschungs- und Entwicklungsteam für Wasserstoffenergie und hält über 2.000 Patente in diesem Bereich, die Anwendungsbedürfnisse in allen Szenarien von 20 kW bis 400 kW abdecken. In China sind bereits über 10.000 wasserstoffbetriebene Fahrzeuge im kommerziellen Einsatz, womit Dongfeng Motor ein Drittel des chinesischen Marktanteils erobert hat. Dank Dongfeng Motor hat sich in der Provinz Hubei ein umfassendes industrielles Ökosystem entwickelt, das Produktion, Speicherung, Transport, Betankung und Anwendung von Wasserstoff umfasst.

Auf Basis des Plans „Tianyuan Intelligence, Tianjing Zero Carbon, Tianji Sailing“ hat Dongfeng Motor Wasserstoffenergie in die Kernbereiche seiner globalen Strategie integriert, seine Investitionen in Forschung und Entwicklung kontinuierlich erhöht, seine umfassenden, selbstentwickelten Kompetenzen vertieft und durch den Aufbau einer umfangreichen Datenbank mit realen Straßenbetriebsbedingungen die Parameter für die Szenarioanpassung und die intelligenten Steuerungsstrategien stetig optimiert. Dies hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bei der großflächigen Kommerzialisierung geschaffen und eine solide Grundlage für den Markteintritt in Hannover sowie den Export ausgereifter Wasserstoffenergielösungen gelegt. so Dongfeng.

Sinotruk – China National Heavy Duty Truck Group (CNHTC)

Halle 19/20, Stand A10

China National Heavy Duty Truck Group Co., Ltd.

Sinotruk ist der führende staatliche Hersteller von schweren Nutzfahrzeugen in China mit Hauptsitz in Jinan. Das Unternehmen gilt als die Wiege der chinesischen Schwerlastwagen-Industrie und expandiert im Jahr 2026 massiv auf dem europäischen Markt. Sinotruk exportiert Fahrzeuge in mehr als 150 Länder und Regionen. Es ist seit Jahren Chinas exportstärkster Lkw-Hersteller.

Seit 2009 hält die deutsche Traton-Tochter MAN eine strategische Beteiligung von 25 Prozent plus einer Aktie an Sinotruk. Viele Fahrzeuge nutzen lizenzierte MAN-Technologien.

Sinotruk hat ein vollständig unabhängiges und kontrollierbares Industriesystem aufgebaut, das Forschung und Entwicklung, Fertigung und Komponenten umfasst und technologische Durchbrüche in den Bereichen neue Energien, intelligentes Fahren und Kernkomponenten erzielt hat. Dank seiner starken Fertigungskompetenz und strengen Qualitätskontrollstandards hat sich das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil auf dem Weltmarkt erarbeitet, so Sinotruk.
Um den vielfältigen Transportbedingungen und Marktanforderungen weltweit gerecht zu werden, hat das Unternehmen eine zweigleisige Nutzfahrzeugpalette entwickelt, die sowohl benzinbetriebene als auch alternative Antriebe umfasst und sich an verschiedene internationale Transportszenarien anpassen lässt. Seit 2023 hat Sinotruk weltweit über 100.000 alternative Antriebe für Nutzfahrzeuge ausgeliefert, die in mehr als 50 Ländern und Regionen im Einsatz sind. Gleichzeitig treibt das Unternehmen durch den Einsatz intelligenter Vernetzung und softwaredefinierter Fahrzeugtechnologien die digitale Transformation des Transportwesens voran, entwickelt kohlenstoffarme und effiziente intelligente Transportlösungen und bedient den globalen Markt mit modernster intelligenter Fertigung.

Das Unternehmen ist derzeit in über 150 Ländern und Regionen weltweit aktiv und zählt zu den größten Exportunternehmen der Branche. Sinotruk hat das traditionelle, breit angelegte Exportmodell aufgegeben und stattdessen auf optimierte, lokalisierte Prozesse gesetzt. Produkte werden an regionale Gegebenheiten angepasst und ein umfassendes Serviceangebot aufgebaut. CNHTC verfügt nun über ein globales, integriertes Servicenetzwerk, das Marketing, Ersatzteile und Kundendienst umfasst. Damit hat sich das Unternehmen von einem reinen Produktexporteur zu einem Exporteur von Technologie, Marke, Service und einem kompletten Ökosystem weiterentwickelt.

Angesichts der kontinuierlichen Weiterentwicklung der globalen Transportbranche sind internationalisierte und optimierte Geschäftsprozesse zum zentralen Motor für die langfristige Entwicklung von Unternehmen geworden. Sinotruk wird auch künftig ihre Vorteile in der lokalen intelligenten Fertigung und Innovation nutzen, ihr globales Produktportfolio und ihr lokales Servicesystem optimieren, Nischenmärkte im Ausland erschließen, ihre lokalen operativen Fähigkeiten stärken, ihre internationale Markenpräsenz kontinuierlich ausbauen und die qualitativ hochwertige Entwicklung ihres internationalen Geschäfts vorantreiben, meldet Sinotruk vor Messebeginn.

Sinotruk zeigt auf der IAA Transportation fünf ausgewählte Lkw sowie neue Technologien für den Bereich New Energy Commercial Vehicles. Zudem werden integrierte Systeme aus Wind-, Solar-, Energiespeicher-, Lade- und Batteriewechsel-Lösungen (Battery-Swapping) präsentiert. Vorgestellt werden auch umfassende Service-Lösungen für den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge.

Sinotruk hat im Frühjahr 2026 die Lkw-Montage (Diesel und Elektro) bei Steyr Automotive in Österreich gestartet, um den europäischen Markt zu bedienen.

FAW Jiefang- „Engineering the next horizon“

Halle 24, Stand B10

FAW Jiefang

Auch hinter FAW Jiefang steht ein Automobilriese, der eine breite Produktpalette anbietet und zahlreiche Joint Ventures, unter anderem mit Volkswagen und Audi betreibt. FAW Jiefang ist die Nutzfahrzeugsparte des staatlichen chinesischen Automobilherstellers FAW Group (First Automotive Works) und einer der weltweit größten Produzenten von mittleren und schweren Lastkraftwagen.

Der Name „Jiefang“ bedeutet übersetzt „Befreiung“. Die Marke gilt als das historische Fundament der chinesischen Automobilindustrie. Das erste Fahrzeug der Marke – und gleichzeitig der erste in China gebaute Lkw überhaupt – rollte im Jahr 1956 vom Band. 

Das Angebot umfasst über 500 Lkw-Modelle von leichten Transportern bis hin zu schweren Sattelzugmaschinen (wie den Flaggschiffen der J6- und J7-Serien) sowie Busse für den öffentlichen Nahverkehr. Mittlerweile deckt die Marke mit der Einführung von Mini-Truck-Serien alle Segmente von Nutzfahrzeugen ab.

Auch FAW Jiefang treibt die Elektrifizierung massiv voran. Neben klassischen Diesel- und Erdgasantrieben (CNG/LNG) investiert das Unternehmen stark in reine Elektro-Lkw, Wasserstoffantriebe sowie in strategische Joint Ventures, etwa mit dem Batterie-Riesen CATL für den Akku-Wechsel und den Vertrieb von New-Energy-Fahrzeugen.

FAW Jiefang präsentiert auf der Hannover Messe 2026 fünf Komplettfahrzeuge und neun Kernsysteme vor, die fünf wichtige Technologierichtungen abdecken: Kraftstoff, Erdgas, Wasserstoff, Elektroantrieb und Hybridantrieb.

Die Modelle der siebten Lkw-Generation Cortron CS600 (sowohl mit Diesel- als auch mit batterieelektrischem 800V-Antrieb für den europäischen Fernverkehr) – sowie neun Kernkomponenten wie die Antriebssysteme GD300 und ER540 werden vorgestellt. Zudem wird am Stand ein in Kooperation mit Shell entwickelter Konzept-Truck mit innovativer Batterie-Immersionskühlung gezeigt.

In Hannover Ausstellung stellte FAW Jiefang auf 2.300 Quadratmetern das Thema „Engineering the next horizon“ in den Mittelpunkt Dieses Thema verdeutlicht die strategische Ausrichtung des Managements: Produkte mit größter Sorgfalt weiterzuentwickeln, stetig in neue Auslandsmärkte zu expandieren und eine langfristige, stabile Entwicklung des globalen Geschäfts anzustreben, anstatt kurzfristigen Markttrends zu folgen.

FAW präsentierte vier thematisch getrennte Bereiche: CO₂-arm, Zukunft, CO₂-neutral und Ökologie. Fünf Komplettfahrzeuge und neun Kernkomponenten wurden vorgestellt, die fünf wichtige Technologierichtungen abdeckten: Benzin, Erdgas, Wasserstoff, Elektroantrieb und Hybridantrieb. Damit demonstrierte das Unternehmen seine Kompetenz in Forschung, Entwicklung und Umsetzung von Komplettlösungen für Nutzfahrzeuge über deren gesamten Lebenszyklus hinweg.
Nach über 70 Jahren Entwicklung hat FAW Jiefang fünf Hauptproduktreihen aufgebaut: Traktoren, Lastwagen, Muldenkipper, Spezialfahrzeuge und Busse. Damit deckt das Unternehmen alle intelligenten Fahrszenarien der Stufen 2 bis 4 ab. Durch seine starken technologischen Forschungs- und Entwicklungskompetenz und der Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte hat FAW Jiefang seine Globalisierungsstrategie kontinuierlich vertieft.

Das Unternehmen verfügt über 10 ausländische Tochtergesellschaften, 25 KD-Werke in 18 Ländern, 70 Auslandsbüros, über 200 Händler und über 500 Servicepartner und exportiert seine Produkte in 115 Länder und Regionen. Durch eine unternehmensweite, kooperative Expansion im Ausland engagiert sich FAW Jiefang für den Aufbau einer globalen Marketingplattform, die „Talent + Service + Fahrzeuge + Finanzierung“ integriert, um Kunden weltweit einen umfassenderen und professionelleren Service zu bieten.

Seit dem ersten Export im Jahr 1957 hat FAW Jiefang seinen Auslandsabsatz innerhalb von sechs Jahren verzehnfacht und sich damit auf dem Weltmarkt etabliert. Dank über siebzig Jahren Engagement und harter Arbeit hat FAW Jiefang eine strategische Neuausrichtung vollzogen: vom reinen Produktexporteur zum Exporteur von Technologie, Systemen und einem umfassenden Ökosystem. Die Teilnahme an der Hannover Messe ist ein wichtiger strategischer Schritt für FAW Jiefang, um den europäischen Premiummarkt weiter zu erschließen und sich mit der globalen Automobilindustrie zu vernetzen, so das Unternehmen.

SANYTrucks – „Supported by Putzmeister“

Halle 12, Stand C40

SANYTrucks

Sany Truck Factory – Werksbesichtigung

Die SANY Group (Sany Heavy Industry Co., Ltd.) ist einer der weltweit größten Hersteller von Baumaschinen, Hafenkränen und schweren Nutzfahrzeugen. Das im Jahr 1989 in China gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Changsha und expandiert stark auf dem europäischen und globalen Markt. In China gilt der Konzern als landesweit größter Hersteller von Schwermaschinen. Seit Sany 2012 den deutschen Betonpumpen-Spezialisten Putzmeister aufgekauft hat, bildet Deutschland ein wichtiges Standbein innerhalb Europas. Sany betreibt hierzulande die Standorte Bedburg und Aichtal.

Sany bietet über SANYTrucks ein wachsendes Angebot an vollelektrotechnischen Nutzfahrzeugen und Sattelzugmaschinen für den europäischen Markt an. Sany stellt in Hannover seine E-Sattelzugmaschine e263 vor. Den Lieferauftakt in Deutschland hatte Sany im Juni gemeldet. Auf seiner Webseite hat Sany für den deutschen Markt inzwischen auch elektrische Drei- und Vierachser aufgeführt.

SANY präsentiert den e435 auf der IAA Transportation 2026 als batterieelektrisches 8×4-Chassis, das speziell für Fahrmischer und verschiedene Kipperanwendungen entwickelt wurde. Der e435 vereint ein technisches zulässiges Gesamtgewicht von 37 Tonnen, PTO-Schnittstellen für hydraulische Aufbauanwendungen und verbesserte Fahrerkomfortmerkmale, die die Fahrer auch bei anspruchsvollen täglichen Einsatzzyklen produktiv halten.

Die Nutzfahrzeugsparte von Sanyführt den Namenszusatz „supported by Putzmeister“, was die europäische Wurzeln dieser Sparte verdeutlichen soll. Putzmeister verantwortet für Mutter Sany die Anpassung der Fahrzeuge an die hiesigen Gegebenheiten, den Kundensupport und die Service-Infrastruktur in ganz Europa. Speziell zur Einführung von neuen E-Trucks holt sich Sany aber zusätzlich noch den Mehrmarken-Werkstattspezialisten Alltrucks an die Seite. Alltrucks soll für Sany in Europa die Wartung, Diagnose und Reparatur von E-Lkw übernehmen. Die Rede ist bei Sany zur IAA von europaweit 650 verfügbaren Alltrucks-Servicewerkstätten.

,,Der Übergang zum elektrischen Schwerlastverkehr gelingt nur, wenn Kunden mehr als nur ein Fahrzeug sehen. Sie brauchen Vertrauen in die Produktreife, die Verfügbarkeit, den Service und die Gesamtbetriebskosten“ Die Putzmeister-Organisation bilde dabei das Rückgrat des Forschungs-, Entwicklungs-, Vertriebs- und Servicenetzwerks von Sany und decke IT-Prozesse, Ersatzteile und Prozessunterstützung ab. Vor allem aber bringt Putzmeister laut Eichele „in jeden Markt, den Sany erschließt, eine starke europäische Präsenz, Sprachkompetenz vor Ort sowie Kenntnisse der länderspezifischen Vorschriften ein“, so Kevin Eichele, Leiter der Produkt- und Geschäftsentwicklung SANY eTrucks Europa.

Das Angebot von Sany eTruck soll in Europa zunächst vier Modellen umfassen. Bei dem e263 4x2S handelt es sich um den schon vorgestellten Sattelschlepper, bei dem e263 4x2R um einen Fahrgestell-Ableger, der denselben Technik-Baukasten nutzt und on top eine Anhängermöglichkeit bietet. Die R-Version ist mit 9,5 Metern wesentlich länger als die Zugmaschine (6,64 m), der Radstand wächst seinerseits um 1,30 Meter auf 5,30 Meter. Das Leergewicht liegt beim Fahrgestell mit 10,6 Tonnen leicht unter dem schon bekannten Modell. Ausgewiesen ist der e263 4x2R dabei als Modell mit einem Gesamtzuggewicht von 38 Tonnen – gegenüber 42 Tonnen beim e263 4x2S. Beim Antrieb selbst unterscheiden sich beide E-Lkw nicht.

Sany macht im Vorfeld der Messe deutlich, dass „die fünf Modelle zusammen ein fokussiertes europäisches Portfolio von Sany bieten“. Jedes Modell erfülle einen spezifischen Anwendungsbedarf. Sany stellt zudem in Aussicht, dass sein Sortiment „zu erschwinglichen Preisen“ angeboten wird, ohne dabei ins Detail zu gehen.

Während Sany eTrucks in Europa und auf anderen internationalen Märkten gerade erst anfängt, ist der Hersteller auf seinem Heimatmarkt China bei den elektrischen Fernverkehrs-Lkw bereits gut im Geschäft. Sany gibt an, im Inland bereits mehr als 50.000 E-Trucks auf die Straße gebracht zu haben – und die Expansion als etablierter Hersteller mit starker industrieller Basis voranzutreiben.

Im Unterschied zu dem einen oder anderen chinesischen Startup, das aktuell ebenfalls mit E-Lkw nach Europa expandieren will und dafür unter anderem Auftragsfertiger beschäftigt, baut Sany seine Fahrzeuge in China. Im chinesischen Changsha hat Sany hochmoderne grüne Fabrik errichtet Anschließend werden die Fahrzeuge nach Europa verfrachtet und durch Putzmeister marktspezifischen Anpassungen unterzogen.

BYD Commercial Vehicles – „Vision der Zukunft“

Halle 21, Stand B11

BYD Trucks

BYD braucht wohl nicht groß vorgestellt werden. Der Konzern ist weltweit führend in der Batterie- und in der Elektroautoproduktion. Zum Gesamtkonzern nur eine Zahl: BYD beschäftigt aktuell über 120.000 Ingenieure und Entwickler. Forschungsergebnisse, die der Konzern beispielsweise im Bereich Elektronik gemacht hat, können schnell in allen anderen Unternehmensbereichen angepasst und genutzt werden. Von diesen Synergien profitiert auch die Nutzfahrzeug-Sparte BYD Commercial Vehicles.

Die Nutzfahrzeug-Division konzentriert sich vollständig auf elektrifizierte Nutzfahrzeuge; auf reine Elektrofahrzeuge sowie Hybridlösungen. Das Angebot umfasst Stadt- und Reisebusse (B- und C-Serie) sowie leichte bis schwere Lkw (wie die T- und Q-Serie für Logistik, Müllabfuhr und Baustellen) und Spezialfahrzeuge, beispielweise für Häfen und Flughäfen). BYD nutzt dabei seine eigene vertikale Integration und fertigt Kernkomponenten wie Batterien (z. B. Lithium-Eisenphosphat-Akkus) und Elektromotoren selbst. BYD Commercial Vehicles ist weltweit in über 70 Ländern BYD Commercial Vehicles aktiv und bietet in Europa spezielle Modelle wie den ETM6 oder ETH8 für den städtischen Verteilerverkehr an. präsentierte BYD eine Reihe rein elektrischer Nutzfahrzeuge, angeführt von leichten Transportern und schweren Lkw. Konkrete Detailankündigungen und Weltpremieren gibt BYD meist erst zum Start der Messe am Pressetag bekannt.

„Die IAA Transportation 2026 markiert einen Wendepunkt für BYD. Wir werden nicht nur in Hannover Fahrzeuge präsentieren, sondern eine umfassende Vision der Zukunft des Nutzfahrzeugverkehrs vorstellen. Für BYD ist die Elektrifizierung des Verkehrs kein Zukunftsszenario oder Pilotprojekt mehr, sondern eine praxisnahe und zuverlässige Lösung, die bereit für den großflächigen Einsatz in Europa ist.,“ so Domenico Gostoli Leiter des Lkw- und Busgeschäfts von BYD in Europa.

JAC Motors – „For Greener Cities, NOW“

Halle12, Stand C08

Anhui Jianghuai Automobile

Anhui Jianghuai Automobile, auch JAC Motors genannt, ist ein chinesischer börsennotierter Automobil- und Nutzfahrzeughersteller mit Sitz in Hefei, der 1964 gegründet wurde. Das Unternehmen baut eine breite Palette an Fahrzeugen, darunter Personenkraftwagen, Kleinwagen, Limousinen, SUVs, Pick-ups sowie Nutzfahrzeuge wie Lieferwagen, Kleinbusse, Busse und Lastkraftwagen. Neben klassischen Verbrennermotoren (Benzin und Diesel) liegt ein starker Fokus auf Elektromobilität und alternativen Antrieben wie Hybrid- und vollelektrischen Modellen.

JAC arbeitet eng mit globalen Partnern zusammen. Bekannt ist unter anderem das Joint Venture mit dem Volkswagen Konzern zur Entwicklung von Elektrofahrzeugen in China sowie eine Kooperation mit Huawei. VW hält eine Beteiligung an der Muttergesellschaft JAC Group sowie 75 Prozent am gemeinsamen Joint-Venture Volkswagen Anhui zur Produktion von Elektrofahrzeugen.

JAC Motors präsentiert auf der IAA TRANSPORTATION unter dem Motto „For Greener Cities, NOW“ ein vollelektrifiziertes Nutzfahrzeug-Line-up für den europäischen Markt. In Halle 12 zeigt das Unternehmen vier Modelle:

– JAC N42 EV: Ein kompakter, rein elektrischer Leicht-Lkw für den städtischen Verteilerverkehr, ausgestattet mit einer 77,28 kWh starken CATL-Batterie und knapp 200 km Reichweite;

– JAC N90 EV: Ein größerer, elektrischer 9-Tonnen-Verteiler-Lkw mit einer 100,46 kWh CATL-Batterie und ca. 180 km Reichweite (unterstützt DC-Schnellladen mit bis zu 100 kW);

– JAC Sunray Pro: Ein rein batterieelektrischer Transporter (E-Van) für die Last-Mile-Logistik;

– JAC T9 PHEV: Ein Plug-in-Hybrid-Pickup mit einem speziellen Offroad-Hybridsystem, der als Crossover für gewerbliche und private Nutzung eine kombinierte Reichweite von bis zu 1.000 km (nach CLTC) erzielt.

Vertrauen ist eine Hürde, die chinesische Nutzfahrzeugmarken beim Markteintritt in Europa überwinden müssen, so JAC. Produktspezifikationen lassen sich vergleichen, doch Zuverlässigkeit, Serviceleistungen und langfristige Verpflichtungen müssen sich erst mit der Zeit bewähren. JAC Motors begegnet diesen Herausforderungen mit 62 Jahren Erfahrung.

Technologische Innovation als Kernkompetenz: Im Jahr 2025 beliefen sich die F&E-Investitionen von JAC Motors auf 8,99 % des Umsatzes, ein Anstieg von 20,64 % gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich der technologischen Innovation setzt JAC Motors auf seine selbstentwickelten rein elektrische Plattform „Starlink 1“ und integriert die F&E-Steuerung in den gesamten Produktentwicklungszyklus. Im Batteriebereich arbeitet das Unternehmen mit CATL zusammen, um einen integrierten, hochzuverlässigen Akku mit einem vollautomatischen, flüssigkeitsgekühlten Konstanttemperatur-Wärmemanagementsystem zu entwickeln und gleichzeitig Schnelllade- und Akkuwechselnetze auf dem chinesischen Markt einzuführen. Zur Zuverlässigkeitsprüfung verfolgt JAC Motors ein dreistufiges System aus „vorausschauender Entwicklung, umfassender Szenarioprüfung und Extremtests“. Alle neuen elektrischen Antriebssysteme und Fahrwerksintegrationstechnologien werden zehntausenden Kilometern an Dauerlaufprüfungen im realen Fahrzeugbetrieb unterzogen, die hohe und niedrige Temperaturen, große Höhen, hohe Luftfeuchtigkeit und Gebirgsbedingungen umfassen. Zukünftig wird das Nutzfahrzeuggeschäft von JAC Motors neue Durchbrüche in Reichweite, Energieverbrauch und Intelligenz erzielen, mit dem Ziel, die Gesamtbetriebskosten der Nutzer um weitere 10-15 % zu senken, kontinuierlich technologische Vorteile zu realisieren und einen Mehrwert für die Nutzer zu schaffen.

Offene Zusammenarbeit ist der Schlüssel: Der Volkswagen Konzern und JAC Motors haben eine langfristige strategische Partnerschaft im Bereich der Elektromobilität aufgebaut. Ihre technischen Standards sind eine wichtige Bestätigung für das Qualitätsvertrauen, das JAC Motors in Europa genießt. CATL und JAC Motors fördern gemeinsam Innovationen in der Batterietechnologie. Dank dieser Kooperationen mit weltweit führenden Unternehmen konnte JAC Motors in der Kommunikation mit europäischen Händlern und Nutzern den Eindruck internationaler Standards etablieren.
Kundenzufriedenheit: Die Produkte von JAC Motors werden derzeit in über 130 Ländern und Regionen weltweit vertrieben, mit insgesamt über 12 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen. Globale Fortune-500-Unternehmen wie Pepsi, DHL und Heineken haben JAC-Motors-Produkte erworben und im praktischen Einsatz implementiert. Dies liefert wertvolle Praxisbeispiele und Qualitätsbestätigungen für die Expansion auf dem europäischen Markt.

GAC Lingcheng feiert Europapremiere

Halle 13, Stand E54

GAC Commercial Vehicle

Die Guangzhou Automobile Group (GAC) einer der großen chinesischen Automobilkonzerne mit Sitz in Guangzhou, Provinz Guangdong. Haupteigentümer ist die Stadt Guangzhou; GAC ist somit wie auch BAJ aus Beijing kein zentralstaatlicher Konzern. Chinas Provinzen setzen die chinesische Industriepolitik recht eigenständig um. Guangdong mit 128 Einwohnern ist weitaus größer als jedes europäische Land und in vielen Hightech-Bereichen weltweit führend. Diesen Guangdong-Drive nutzt auch GAC.

Die GAC in der heutigen Form wurde 1997 gegründet, die Wurzeln reichen bis 1955 zurück). Als einer der größten Automobilproduzenten Chinas, bekannt unter anderem durch Joint Ventures mit westlichen und japanischen Marken wie Toyota und Honda. Das Unternehmen vertreibt Fahrzeuge unter den Marken GAC, Hyptec sowie der auf Elektroautos spezialisierten Submarke Aion. Europa-Expansion: GAC expandiert auf den europäischen Markt und bietet Elektrofahrzeuge (wie den Kleinwagen Aion UT oder das SUV Aion V) an, die teilweise auch in Europa (bei Magna Steyr in Graz) gefertigt werden.

Die GAC Lingcheng New Energy Commercial Vehicle Co., Ltd., oft auch als GAC Commercial Vehicle bezeichnet, feiert ihr offizielles Debüt auf der IAA Transportation 2026 Dies ist die erste große europäische Messebeteiligung des Unternehmens seit dem Rebranding. In Hannover präsentiert die Marke ihr Ökosystem an neuen, energieeffizienten Nutzfahrzeugen und leichten Nutzfahrzeugen.

GAC Lingcheng stellt in Hannover seine neuesten Strategien für rein elektrische Fahrzeuge und Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge vor, die speziell auf die internationale Logistik zugeschnitten sind. Die Präsentation folgt auf die kürzlich erfolgte Markteinführung des autonomen Lieferfahrzeugs X6 , einer in Zusammenarbeit mit Neolix entwickelten Lösung für die Zustellung auf der letzten Meile im urbanen Raum mit einem Ladevolumen von 6 Kubikmetern. Das Unternehmen hebt die Integration in Hochleistungsladenetzwerke hervor, darunter Modelle, die zum Schnellladen im Megawattbereich (bis zu 1,44 MW) fähig sind und die Energie eines Nutzfahrzeugs in nur 15 Minuten wieder auffüllen können.

Geely – Farizon New Energy Commercial Vehicles – „Leading the Green Commercial Revolution through Innovation and Intelligent Connectivity“

Freigelände, Stand P55

Farizon New Energy Commercial Vehicles

Geely mit Sitz in Hangzhou wurde 1986 von Li Shufu gegründet und startete 1998 mit der Automobilproduktion. Jetzt gehört Geely zu den größten Autokonzernen Chinas und ist weltweit eine feste Größe (unter anderem in den Fortune Global 500).

Geely besitzt oder verwaltet zahlreiche bekannte Automarken:

– Eigene Marken: Geely Auto, Zeekr, Lynk & Co und Farizon (Nutzfahrzeuge);

– Internationale Marken: Volvo Cars, Polestar und Lotus gehören zum Konzern.

– Kooperationen: Geely hält Anteile an der Mercedes-Benz Group und betreibt unter anderem das Gemeinschaftsunternehmen Smart (zusammen mit Mercedes). Zudem bestehen Partnerschaften wie mit dem malaysischen Hersteller Proton.

Auf der IAA Transportation 2026 in Hannover präsentiert Geely seine Neuentwicklungen vor allem über seine spezialisierte Nutzfahrzeugmarke Farizon Auto. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen emissionsfreie, smarte Lösungen für den europäischen Logistikmarkt.

– Farizon Homtruck (Europapremiere): Das technologische Flaggschiff von Geelys Nutzfahrzeugsparte ist ein schwerer Elektro-Lkw, der speziell für den europäischen Markt spezifiziert wurde. Er bündelt neue Fahrzeugarchitekturen mit Multi-Energy-Antrieben für den schweren Fernverkehr.

– Farizon V7E: Ein vollelektrischer, kompakter Transporter, der für die urbane Logistik und Lieferungen auf der „letzten Meile“ entwickelt wurde. Das Fahrzeug gehört zu den Finalisten für die renommierte Auszeichnung International Van of the Year 2027.

– Farizon SV: Ein größerer E-Transporter mit einer flexiblen Fahrzeugarchitektur, die sich an verschiedene gewerbliche Einsatzzwecke anpassen lässt. Das Modell glänzt zudem mit einer Fünf-Sterne-Bewertung im Euro-NCAP-Sicherheitsprogramm.

Zusätzlich treibt der Geely-Konzern seine technologische Offensive bei Kernkomponenten voran. Dazu gehört das neu vorgestellte 16-in-1 Intelligent E-Drive-System – eine hocheffiziente, nur 75 Kilogramm leichte 800-Volt-Antriebseinheit mit einem Wirkungsgrad von 93,8 Prozent, die künftig in neuen Elektromodellen des Konzerns eingesetzt wird.

Hinter der gleichzeitigen Markteinführung dieser drei Produkte steht auch die beschleunigte Expansion der Marke Remote, mit der Farizon international antritt, auf den Überseemärkten. Remote ist derzeit in 70 Ländern weltweit vertreten und verfügt über mehr als 150 Verkaufsstellen und über 200 Servicezentren im Ausland.

Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die kumulierten Exporte von Remote im Vergleich zum Vorjahr um 123 Prozent. Damit belegte das Unternehmen in 28 Ländern und Regionen, darunter Großbritannien, Australien und die Vereinigten Arabischen Emirate, den ersten Platz beim Exportvolumen. Die internationalen Lieferungen im August legten im Vergleich zum Vorjahr um 99,1 Prozent zu.

Europa ist ein Schlüsselmarkt.  Farizon Mobility Europe BV, die Europazentrale des Unternehmens, ist bei uns bereits operativ tätig und hat Tochtergesellschaften in Deutschland und Frankreich gegründet, die in diesem Jahr offiziell in die beiden Kernmärkte Deutschland und Frankreich eingetreten sind. Das europäische Ersatzteillager in Gagneau, Deutschland, wurde ebenfalls in Betrieb genommen und bildet zusammen mit dem internationalen Ersatzteilvertriebszentrum in Ningbo ein duales Lagersystem mit Fokus auf Deutschland und Europa. Gleichzeitig wird Geely, unter Ausnutzung der Synergieeffekte von „One Geely“ für Pkw und Nutzfahrzeuge, seine globale Technologieerfahrung und mehr als 20 Jahre lokale operative Ressourcen in Europa aus der Ferne teilen und darüber hinaus neue Energie- und intelligente Technologien auf Nutzfahrzeuge anwenden. Die Expansion ins Ausland wird weiter intensiviert, wobei der Schwerpunkt nun auf der lokalen Fertigung liegt und nicht mehr auf dem Export kompletter Fahrzeuge. 

Zusätzlich zum etablierten Servicenetz in Europa wurde auch die Fertigung im Ausland aufgenommen. Das indonesische KD-Werk hat die Produktion kompletter Fahrzeuge abgeschlossen und damit den Großbetrieb des ersten ausländischen Montagewerks aufgenommen. Dies erweitert das Geschäft vom Fahrzeugexport hin zur lokalen Produktion.

Farizon ist aktuell die weltweit erste Marke für Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben, die einen kumulierten Absatz von 600.000 Einheiten erreicht hat. Nach zehn Jahren erfolgreicher Forschung und Entwicklung werden die Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben nun in weiteren Auslandsmärkten im praktischen Einsatz getestet. so Geely.

Chery Commercial Vehicles – Neue Marke DELIVAN

Halle 13, Stand E54

Chery Commercial Vehicles

Chery Automobile ist ein staatlich unterstützter Automobilhersteller mit Hauptsitz in Wuhu. Auch hier ist es interessant sich die Eigentumsverhältnisse anzusehen. Diese setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

– Die Stadt Wuhu sowie die Provinz Anhui halten über staatliche Investmentgesellschaften die Kontrollmehrheit (ca. 36 %). Sie haben das Unternehmen 1997 auch gegründet.

– Ein beachtlicher Anteil (ca. 18 %) liegt in den Händen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen.

– Große chinesische Tech- und Industrieunternehmen sind investiert. Dazu gehören der Elektronik-Riese Luxshare (ca. 17 %) sowie der weltweit größte Batteriehersteller CATL (ca. 3 %).

– Weitere Anteile werden von institutionellen Investoren und Fonds gehalten.

Das im Jahr 1997 gegründete Unternehmen gehört zu den größten Autoproduzenten des Landes und ist seit über 20 Jahren ununterbrochen der größte Automobilexporteur Chinas. Zum Konzern gehören zahlreiche Submarken wie Omoda, Jaecoo, Exeed, Jetour und iCar. Chery fertigt sowohl Fahrzeuge mit klassischen Verbrennungsmotoren als auch moderne Voll- und Plug-in-Hybride (CSH-Technologie) sowie reine Elektrofahrzeuge (EVs). Die Fahrzeuge werden in über 130 Ländern verkauft. Zudem unterhält Chery ein Joint Venture mit Jaguar Land Rover.

Nachdem die Tochtermarken Omoda und Jaecoo bereits den europäischen Markt betreten haben, plant die Hauptmarke Chery ihren offiziellen Verkaufsstart in Deutschland für die erste Hälfte des Jahres 2027. Die europäische Entwicklungszentrale des Konzerns befindet sich bereits seit 2018 in Raunheim bei Frankfurt am Main.

Chery präsentiert sich auf der IAA Transportation 2026 in Hannover mit seiner Nutzfahrzeugsparte und der neuen, auf Europa ausgerichteten Marke DELIVAN. Die neue Marke zeigt ihre ersten beiden vollelektrischen Serien-Transporter in unterschiedlichen Größen. Damit vollzieht die Marke den Schritt vom Konzeptfahrzeug zum Serienmodell vor dem Marktstart 2027. Chery Commercial Vehicle plant den Aufbau eines neuen Hauptquartiers in Liverpool (Großbritannien) für Forschung, Entwicklung und Vertrieb von elektrischen Transportern.

DeepWay – Autonom fahrender Schwerlast-eLkw

Halle 24, Stand B12

DeepWay Technology Co., Ltd.

DeepWay ist ein im Jahr 2020 gegründetes, chinesisches Technologieunternehmen, das sich auf die Entwicklung von vollelektrischen und autonom fahrenden Schwerlast-Lkw (New Energy Heavy-duty Trucks) spezialisiert hat. Das Unternehmen ist ein Joint Venture, das vom chinesischen Internet- und KI-Giganten Baidu und der Logistikgruppe Lionbridge gegründet wurde.

Im Unterschied zu vielen herkömmlichen Herstellern, die Dieselfahrzeuge nachträglich auf Elektroantrieb umrüsten, wurden die Lkw von DeepWay (wie das Flaggschiff DeepWay Xingtu / Star) von Grund auf neu als E-Fahrzeuge konzipiert. Dadurch wird der Platz für Batterien optimal integriert und die Aerodynamik maximiert. DeepWay nutzt die Technologie von Baidus autonomem Fahrsystem (Apollo). Die Roadmap sieht schrittweise Autonomiestufen vor – von Fahrerassistenzsystemen (ADAS) bis hin zu vollautonomen Platooning- und unbemannten Fern-Lkw (Level 4). Die schweren Lkw unterstützen ultraschnelles Laden sowie Akku-Wechselsysteme, um Standzeiten auf Langstrecken drastisch zu verkürzen. DeepWay hat bereits mehr als 12.000 elektrische Lkw ausgeliefert.

Auch DeepWay feiert auf der IAA Transportation 2026 in Hannover seine Deutschland-Premiere. Der chinesische Hersteller für intelligente elektrische Schwerlast-Lkw zeigt seine neuesten E-Trucks und Technologien auf dem deutschen Markt. Der Fokus der Entwicklung und Produktion von DeepWay liegt bei intelligenten schweren Elektro-Lkw (RoboTrucks) nd Autonomes Fahren nach Level 2 bis Level 4.

SuperPanther –„Assembly in Europa“

Halle 12, Stand D46

SuperPanther

SuperPanther aus Peking entwickelt und produziert elektrische Schwerlast-Lastwagen sowie modulare E-Antriebsplattformen für den globalen und europäischen Transportsektor. Das Startup versteht sich als Technologie-Partner und setzt auf die europäische SKD-Produktion, unter anderem mit Komponenten von europäischen Zulieferern wie ZF, Schaeffler, Continental und Aumovio.

Das Unternehmen baut schwere Nutzfahrzeuge wie den Sattelschlepper eTopas 600. SuperPanther liefert wichtige Kernsysteme wie Dual-Motor-E-Achsen, Hochspannungs-Leistungselektronik und Wärmemanagementsysteme.
In Kooperation mit dem Auftragsfertiger Steyr Automotive werden die Elektro-Lkw direkt in Europa montiert. Im Juli 2026 rollte der erste in Europa gefertigte eTopas 600 für DHL Freight vom Band. Die ersten Serienfahrzeuge gingen an Erstkunden wie DHL Group (DHL Freight), Gress, Temmel und Lontex. Für das laufende Jahr plant SuperPanther insgesamt 100 bis 200 Auslieferungen von E-Lkw in Europa. Bis zum Jahr 2030 will das Unternehmen rund 16.000 Elektro-Trucks in Europa verkaufen.

SuperPanther zeigt auf der IAA Transportation den neuen vollelektrischen Sattelzug eTopas 600. Mit einer Bruttobatteriekapazität von 621 kWh (von CATL) für eine Reichweite von rund 500 Kilometern. Das Fahrzeug verfügt über eine 876-Volt-Architektur mit zwei Elektromotoren (394 kW Dauerleistung, 692 kW Spitzenleistung). Die Dual-Gun-Ladetechnik über zwei parallele CCS-2-Anschlüsse mit bis zu knapp 660 kW erlaubt eine Aufladung von 20 Prozent auf 80 Prozent in unter 38 Minuten.

Skyworth Automobile – „Smart Ecosystem for New Era“

Halle 21, Stand B32

Skywell New Energy Vehicles

Skyworth und Skywell sind keine völlig verschiedenen Unternehmen, sondern gehören eng zusammen. Sie sind Teil desselben chinesischen Firmennetzwerks, das von dem Unternehmer Huang Hongsheng gegründet wurde.
Skyworth wurde 1988 gegründet und ist einer der größten Haushaltsgeräte- und Smart-TV-Hersteller Chinas und Deutschland bekannt unter anderem durch die Übernahme der Traditionsmarke Metz. Die Skyworth Group ist der größte Anteilseigner von Skywell und liefert vor allem die Software, die Infotainment-Systeme und die Vernetzungstechnologie für die Fahrzeuge.

Die Skywell New Energy Automobile Group oder auch Skyworth Automobile genannt, wurde vom Skyworth-Gründer 2010 ins Leben gerufen, nachdem dieser einen traditionellen Bushersteller (Nanjing Golden Dragon Bus) übernommen hatte. Skywell stellt die eigentliche industrielle Produktionsinfrastruktur bereit. Das Unternehmen baut bereits seit Jahren Elektrobusse und Nutzfahrzeuge.

 Skyworth Automobile konzentriert sich vollständig auf die Entwicklung und Produktion von Elektro- und Hybridfahrzeugen (New Energy Vehicles, NEVs). Skywell produziert sowohl Personenkraftwagen als auch schwere Nutzfahrzeuge herstellt.

Die Pkw-Sparte SKYWORTH Auto wurde ursprünglich als Skywell New Energy gegründet, und dann in Skyworth Auto umbenannt, um die Marke der bekannten Unterhaltungselektronik-Muttergesellschaft zu nutzen. Auf internationalen Märkten (wie in Europa und Großbritannien) werden die Fahrzeuge jedoch weiterhin meist unter dem Markennamen Skywell vertrieben.

Die Nutzfahrzeug-Sparte produziert über Tochtergesellschaften wie die Nanjing Golden Dragon Bus Co. eine breite Palette an gewerblichen Fahrzeugen. Das Portfolio umfasst fortschrittliche Linien- und Reisebusse (teilweise mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb), elektrische Schwerlast-Lkw sowie den großen Kastenwagen Skywell 233.

SKYSOURCE ist die konzerneigene Marke für Autoteile, Batterieentwicklung und Ladeinfrastruktur.

Ein zentraler Ansatz von Skywell ist das Prinzip „Vehicle-Home Integration“. Da das Unternehmen eng mit dem Ökosystem von Skyworth verknüpft ist, bieten die Fahrzeuge eine tiefe Vernetzung zwischen dem Infotainmentsystem im Auto (z.B. dem Skylink-System) und Smart-Home-Geräten im Haushalt. Zudem betreibt das Unternehmen eigene Forschungszentren für autonomes Fahren (Level 4) und ultraschnelle Batteriewechsel-Systeme (Battery Swapping).

Auf der IAA Transportation in Hannover zeigt Skyworth Auto fünf elektrifizierte Nutzfahrzeuge der nächsten Generation unter dem Motto „Smart Ecosystem for New Era“:

– Skyworth Z9 (Weltpremiere): Ein schwerer, rein elektrischer 6×4-Sattelzug mit 610 kW Leistung, 1.160 Nm Drehmoment und einer 400-kWh-LFP-Batterie, der für automatisiertes Fahren auf Level 4 ausgelegt ist (ausgestattet mit LiDAR, Radar und HD-Kameras).

– Skyworth G18: Ein autonomer, elektrischer Müllsammelwagen für den kommunalen Einsatz auf Level-4-Niveau.

– Urban Elf Robobus: Ein smarter, autonomer Shuttlebus für den Personentransport in Parks, auf Flughäfen oder Werksgeländen.

– Hongtu V9: Ein rein elektrischer Kastenwagen für die urbane City-Logistik.

– Hongtu X: Ein flexibles elektrisches Fahrgestell mit Reichweitenverlängerer für individuelle Aufbau-Lösungen.

Neolix AI – RoboVans

Freigelände, Stand Q60

Neolix AI

China definiert mit selbstfahrenden Nutzfahrzeuge den städtischen Lieferverkehr neu. Bei unserer diesjährigen Chinareisen waren die kompakten fahrerlosen kastenförmige Fahrzeuge landesweit im dichten Verkehr landesweit zu sehen. Einer der Pioniere für selbstfahrende Kleintransporter ist in Hannover zu sehen.

Neolix ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich autonomer Logistik der Stufe 4 mit über 21.000 eigenen RoboVans, die in mehr als 300 Städten in über 15 Ländern im Einsatz sind und über 170 Millionen autonom zurückgelegte Kilometer absolviert haben. Als Betreiber einer der weltweit größten kommerziellen Flotten autonomer Lieferfahrzeuge integriert Neolix physische KI in die Infrastruktur des alltäglichen Einzelhandels und der Logistik. Der Hauptsitz für Forschung, Entwicklung und das operative Geschäft befindet sich in Peking.

In Changzhou errichtete Neolix bereits 2019 die weltweit erste intelligente Fabrik für L4-autonome Fahrzeuge. Die Anlage verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von rund 10.000 Einheiten.

In einem weiteren Werk in Yancheng läuft unter anderem die neuere Fahrzeuggeneration wie der Neolix X6 vom Band. Die Fertigung kombiniert automatisierte Montagelinien und laserbasierte Kalibrierungssysteme mit menschlicher Endkontrolle.

In Hannover zeigt Neolix auf dem Freigelände in einer Live-Demonstratione L4-Autonomie für den städtischen Lieferverkehr. Dabei gibt es Einblicke in die Senkung von Last-Mile-Logistikkosten. Zu sehen ist Autonomes Fahren ohne hochpräzise HD-Karten dank KI-gestützter Raumwahrnehmung (BEV).

Die Internationalisierung von Neolix läuft unter Hochdruck. Nach dem Erfolg auf dem chinesischen Heimatmarkt treibt das Unternehmen seine weltweite Expansion massiv voran und hat bis heute über 25.000 RoboVans in mehr als 15 Ländern und 300 Städten weltweit zum Einsatz gebracht.

Die globale Strategie stützt sich auf maßgeschneiderte Markteintritte in verschiedenen Fokusregionen:

1. Naher Osten (GCC-Region) – Der wichtigste Wachstumsmarkt: Der Nahe Osten ist aktuell das Epizentrum der internationalen Expansion von Neolix.
– Vereinigte Arabische Emirate: Neolix sicherte sich in einer Partnerschaft mit der K2 Group die erste kommerzielle Lizenz für autonome Lieferfahrzeuge in Abu Dhabi. In Kooperation mit großen regionalen Akteuren wie dem E-Commerce-Riesen Noon und dem Expressdienst iMile sind bereits Hunderte Fahrzeuge im Einsatz. Bis Ende des Jahres sollen es über 10.000 Einheiten in den VAE sein.
– Saudi-Arabien, Katar & Oman: Der Markteintritt steht unmittelbar bevor, gestützt durch die Einführung neuer regulatorischer Rahmenbedingungen für autonomes Fahren im arabischen Raum.

2. Europa – Fokus auf Retail & Ökosysteme
In Europa positioniert sich Neolix als Lösung für den akuten Fahrermangel und urbane Logistikkosten:
Zertifizierung & Compliance: Die Fahrzeuge verfügen über die deutsche TÜV Rheinland Zertifizierung sowie die europäische E-MARK-Konformität. Zudem wird mit globalen Cloud-Anbietern zusammengearbeitet, um die strengen europäischen Datenschutz- und Data-Governance-Richtlinien einzuhalten.
Strategische Allianzen: Neolix kooperiert unter anderem mit dem Mobilitätsdienstleister Caetano Mobility in Portugal sowie dem E-Cargo-Bike-Hersteller Luxmea. Das gemeinsame Ziel ist der Aufbau eines kombinierten, autonomen Logistiknetzwerks, beginnend in Deutschland. Neolix arbeitet unter anderem mit REWE zusammen, um die Effizienz der Einzelhandelslogistik durch autonome Liefervorgänge zu verbessern. Partnernetzwerke erstrecken sich zudem über Frankreich, Spanien, Belgien, Dänemark und Schweden.

3. Asien-Pazifik – Sandbox-Tests und urbane Dichte
Südostasien: Neolix wurde für die ersten Sandbox-Testphasen auf öffentlichen Straßen in Malaysia (u.a. in Cyberjaya) zugelassen, um die Technologie für dicht besiedelte, asiatische Städte und den dort herrschenden Linksverkehr zu optimieren. Auch in Singapur und Thailand laufen Pilotprojekte.
Südkorea & Japan: Es bestehen feste Kooperationen mit der Stadtverwaltung von Incheon sowie eine Mitgliedschaft in der japanischen Autonomen-Fahr-Allianz Autoware.

Ein entscheidender Treiber für das hohe Expansionstempo ist die „mapless“ (kartenlose) Architektur der Fahrzeuge. Da Neolix-Vans auf KI-basierte Echtzeit-Raumwahrnehmung setzen und keine hochauflösenden HD-Karten benötigen, entfällt das zeitintensive und teure Kartografieren neuer internationaler Städte vor dem Start. Dies beschleunigt den Rollout in stark fragmentierten regulatorischen Märkten wie Europa massiv.

Ford schickt ersten China-Elektrotransporter nach Europa – „In China, For the World“

Jiangling Motors Corporation Group

Jiangling Motors – nie gehört? Im Werk Xiaolan in der ostchinesischen Stadt Nanchang entwickelt und produziert Ford mit Jiangling Motors den Elektro-Transporter Transit City . Seit dem zweiten Quartal können europäische Kunden den Van bestellen, die ersten Auslieferungen sollen noch vor Jahresende beginnen. Die erste Charge umfasst rund 1000 Fahrzeuge. Damit startet ein Modell in den europäischen Markt, das ursprünglich für den chinesischen Heimatmarkt entwickelt wurde und nun Teil einer globalen Exportoffensive ist, meldet „elektroauto-news“.

Angetrieben wird der Transit City von einem 110 Kilowatt starken Elektromotor an der Vorderachse. Die Energie liefert eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 56 Kilowattstunden Kapazität, die nach WLTP-Zyklus für 254 Kilometer Reichweite reicht. An einer Schnellladesäule genügen zehn Minuten, um zusätzliche 50 Kilometer nachzuladen, was besonders für Zustelltouren mit kurzen Standzeiten relevant sein dürfte. Die Nutzlast liegt bei bis zu 1,6 Tonnen, das Ladevolumen bei bis zu 8,5 Kubikmetern.

Für den europäischen Markt sind drei Karosserievarianten vorgesehen. Dazu zählen eine Version mit kurzem Radstand und niedrigem Dach, eine Ausführung mit mittlerem Radstand und Hochdach sowie eine Fahrgestell-Kabinen-Variante für individuelle Aufbauten. Je nach Einsatzzweck lässt sich damit ein passendes Format wählen, von der kompakten Stadtlieferung bis zum größeren Ladevolumen. Die Fahrgestell-Kabinen-Version richtet sich vor allem an Aufbauhersteller, die eigene Lösungen auf die Basis setzen.

Serienmäßig verbaut sind mehrere Fahrassistenzsysteme, darunter eine automatische Notbremsung, ein Spurhalteassistent, eine intelligente Geschwindigkeitsbegrenzung sowie ein adaptiver Tempomat. Im Innenraum sorgt ein 12,3 Zoll großer Zentralbildschirm für die Bedienung, der sowohl Apple CarPlay als auch Android Auto unterstützt. Damit orientiert sich die Ausstattung an Standards, wie sie zunehmend auch in kleineren Nutzfahrzeugen erwartet werden, obwohl der Transit City im Einstiegssegment positioniert ist.

Hinter dem Export steht die Strategie „In China, For the World“, mit der Ford den Transit City künftig in 52 Länder und Regionen auf fünf Kontinenten liefern will. Der Hersteller verspricht sich davon niedrigere Produktionskosten und eine breiter aufgestellte globale Fertigungsbasis. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der amerikanische und europäische Automobilhersteller unter Druck stehen, ihre Kosten zu senken, um mit chinesischen E-Auto-Herstellern mithalten zu können.

Neben dem Joint Venture mit Jiangling Motors unterhält Ford in China eine weitere Kooperation mit Changan Automobile, in der Fahrzeuge der Marken Ford und Lincoln entstehen. Beide Gemeinschaftsunternehmen bilden die Basis für die wachsenden Exportaktivitäten des Konzerns.

Seit 2022 hat Ford die Ausfuhren aus seinen chinesischen Joint Ventures deutlich gesteigert. Im Jahr 2025 exportierte der Konzern 184.000 Fahrzeuge aus China, mehr als doppelt so viele wie 2022. Die Modelle gingen in 80 Länder, darunter die USA, Kanada, Australien und Südafrika sowie zahlreiche Märkte im Nahen Osten, in Südostasien und Lateinamerika. Der Transit City reiht sich in diese Entwicklung ein und erweitert das Exportportfolio nun erstmals um ein speziell für den europäischen Lieferverkehr ausgelegtes Elektro-Nutzfahrzeug.

Links

IAA Transportation 2026 – China

IAA China Day 2026

Der Autopreneur

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ICCT-Studie: E-Lkw und E-Busse legen weltweit zu. China liefert 90 Prozent, der Rest hinkt hinterher

T&E-Analyse: Lkw-Hersteller aus China und USA auf Vormarsch – deutsche Marktführerschaft gefährdet

Ein Überblick über das Angebot der Hannover China 2026, darunter Foton, Jiefang, Sinotruk, Dongfeng, Chery, Farizon und BYD

IAA Transportation 2026 Hannover Messe Vorschau: Systematische Auslandsexpansion chinesischer Nutzfahrzeuggiganten

IAA Transportation: Chinesische Wettbewerber fordern Europäer heraus

Autonom und elektrisch. 100.000 Euro günstiger: China greift den E-Lkw-Markt an

IAA-Vorschau: Alle großen chinesischen Nutzfahrzeughersteller nehmen an der Messe teil – Welche neuen Signale sendet das?

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Die FAW J7 Pioneer Edition wird auf der IAA 2026 in Hannover präsentiert; ihre robuste Qualität ermöglicht den globalen
TIR-Grenzübertritt

FAW Jiefang geht nach Hannover und will mit einer langfristigen Vision den globalen Markt für hochwertige Nutzfahrzeuge erobern

FAW Jiefang kommt nach Hannover: Mit seinen robusten Systemfähigkeiten will er im europäischen Markt für hochwertige Nutzfahrzeuge konkurrieren

FAW Jiefang wird auf der Hannover Messe 2026 fünf komplette Fahrzeuge und neun Kernbaugruppen präsentieren

Die mit viel Liebe zum Detail gefertigte FAW J7 Pioneer Edition feiert ihre Premiere auf der Hannover Motor Show 2026

Geely Remote präsentiert auf der Hannover Messe 2026 drei rein elektrische Flaggschiffmodelle

Sany erweitert sein hiesiges E-Lkw-Portfolio um Fahrgestelle

Dongfeng Motor wird auf der IAA 2026 in Hannover drei wasserstoffbetriebene Fahrzeuge präsentieren

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IAA kommt in Hannover: Enthüllung des globalen Expansionsplans von FOTON

FOTON kündigt Ausbau seiner Europa-Strategie auf der IAA 2026 an

Foton Motors Staraufgebot auf der IAA in Hannover! Foton Motor geht mit chinesischen Nutzfahrzeugen in eine neue Phase der verstärkten Auslandsexpansion

Auf dem Weg in die „Olympia-Arena“ der Nutzfahrzeuge wird Aoling Jidian auf die besten internationalen Konkurrenten treffen!

Die China National Heavy Duty Truck Group (CNHTC) bereitet sich auf den IAA-Wettbewerb in Hannover vor und beschleunigt ihre Expansion auf den Weltmarkt

BYD: „Unser Ziel ist es, ein bevorzugter Partner für europäische Lkw-Flotten zu werden.“

JAC Motors ist erneut in Hannover vertreten

JAC landet in Hannover: Eine europäische Ausstellungsmatrix im Rahmen des Konzepts der grünen Städte

Neoflix. KI treibt autonome Logistik an – und die Zukunft der städtischen Lieferung nimmt bereits Gestalt an

Ford bringt Elektro-Van aus China nach Europa

ASIA MEDIA SERVICE, Dr. Thomas Kiefer
Fotos: © Thomas Kiefer

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